21.03.2018

Stark mit Familie und Freundeskreis

Die Diagnose Darmkrebs ändert den Alltag Betroffener und ihrer Angehörigen. Deshalb gilt es gerade jetzt, sich das Leben nach eigenen Wünschen und Vorstellungen zu gestalten. Für viele Menschen bedeutet das, sich mit den Liebsten zu umgeben. Andere wiederum brauchen erst einmal Zeit für sich, um die neue Situation zu verarbeiten.


Mit Familie und Freunden im Austausch bleiben

Jeder Mensch geht anders mit lebensverändernden Situationen um. Ist Ihnen eher nach Rückzug oder möchten Sie Ihren Alltag möglichst aktiv und in Gesellschaft verbringen? Hören Sie auf Ihren Körper und erlauben sich, was Ihnen gut tut. Beziehen Sie aber Ihre Angehörigen mit ein: Erklären Sie ihnen, wie sie Sie am besten unterstützen können. Vielleicht möchten Sie auch mit jemandem über Ihre Ängste und Sorgen sprechen. Überlegen Sie, ob Sie diese leichter mit Angehörigen und Freunden oder lieber mit einer außenstehenden Person wie zum Beispiel einem Psychoonkologen besprechen möchten. Bleiben Sie im Austausch, aber hören Sie ganz bewusst auf sich und auf Ihre Bedürfnisse.

 

Zeit gemeinsam gestalten

Eine Krebserkrankung ist häufig kräftezehrend. Besinnen Sie sich deshalb auf Ihre eigenen Kraftquellen: Was gibt Ihnen innere Ruhe? Und was gibt Ihnen neue Energie? Möglicherweise hat Ihnen früher eine Radtour oder Musik hören gutgetan. Gilt dies auch heute noch? Dann legen Sie ruhig los. Vielleicht entdecken Sie aber auch ganz neue Interessen und Kraftquellen.

Auch im Familien- und Freundeskreis können neue Wege für gemeinsam gestaltete Zeit gefunden werden. Verabreden Sie sich doch wieder einmal mit alten Freunden, die Sie lange nicht gesehen haben. Oder Sie suchen sich ein ganz neues Hobby – vielleicht ja sogar gemeinsam mit Freunden oder dem Partner.

Behalten Sie aber Ihre Kraftreserven immer im Blick – auch nach der Therapie, wenn der Alltag wieder Einzug hält. Seien Sie ehrlich zu sich, wenn Sie merken, dass Ihr Körper Erholung braucht. Sicher fallen Ihnen auch ruhige Alternativen für „Gemeinsamzeit“ ein: Vielleicht schlagen Sie statt der Radtour einen Spieleabend vor? Oder treffen sich nach der Radtour mit Ihren Freunden zum gemeinsamen Grillen? Reden Sie auch mit Ihren Freunden offen über Ihre Bedürfnisse und beziehen Sie sie in die Planung mit ein. So können Sie Ihren „Terminplan“ an Ihre körperliche und seelische Verfassung anpassen. Und schon kann ein gesunder Mix aus bewusst gewählten Pausen und anregenden Aktivitäten entstehen.