30.11.2017

Die eigenen Rechte kennen

Ein Schwerbehindertenausweis ist ein Dokument, das Ihren Lebensalltag als Darmkrebspatient erleichtern kann. Denn mit ihm werden Ihnen bestimmte Vorteile eingeräumt, wie etwa zusätzliche Urlaubstage oder finanzielle Vergünstigungen. Im Vorfeld muss jedoch zunächst der Grad der Behinderung ermittelt werden.

Ob Ihnen das Amt einen Schwerbehindertenausweis ausstellt, hängt von dem Grad Ihrer  Behinderung (GdB) ab. Die Einstufung erfolgt in Zehnerschritten zwischen 20 und 100 und richtet sich nach dem medizinischen Bericht Ihres behandelnden Arztes. Ihr Arzt zieht für seinen Bericht einheitliche versorgungsmedizinische Standards hinzu, sodass klar geregelt ist, wann jemand als schwerbehindert gilt. Ab einem GdB von 50 können Sie einen Schwerbehindertenausweis beantragen.

Hierzu berechtigt Sie der Schwerbehindertenausweis:

  • Zusätzliche Urlaubstage
  • Verbesserter Kündigungsschutz
  • Steuerermäßigungen
  • Preisnachlässe im öffentlichen Personennahverkehr (für Menschen, die im Straßenverkehr erheblich beeinträchtigt sind)

Den Antrag auf einen Schwerbehindertenausweis können Sie beim Sozialdienst des Krankenhauses, in Behindertenberatungsstellen und bei der Gemeinde-, Stadt- oder Kreisverwaltung erhalten. Dort erfahren Sie auch die Anschrift des zuständigen Amtes, bei dem Sie den Antrag abgeben. In vielen Bundesländern gibt es auch die Möglichkeit, einen Online-Antrag zu stellen. Ein Schwerbehindertenausweis wird in der Regel für fünf Jahre ausgestellt und kann im Anschluss zweimal verlängert werden.